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Risikokapitalfazilität für die südlichen Nachbarländer

Risikokapitalfazilität für die südlichen Nachbarländer

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Aus den Mitteln der Risikokapitalfazilität für die südlichen Nachbarländer werden Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen an KMU in Mittelmeerraum vergeben, um die Entwicklung des privaten Sektors, ein inklusives Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Privatsektor zu fördern.

Die Risikokapitalfazilität für die südlichen Nachbarländer wird von der Europäischen Kommission und der EIB eingerichtet und baut auf dem Erfolg des ENPI-FEMIP-Risikokapitalmandats 2007-2013 auf. Die Mittel aus diesem Mandat konnten trotz der enormen geopolitischen Unruhen in der Zielregion vollständig eingesetzt werden.

Die Mittel der Fazilität sind in erster Linie für folgende Bereiche vorgesehen:

  • Beteiligung an Private-Equity-Fonds,
  • Eigen- und Fremdkapital für Mikrofinanzinstitute und Mikrofinanzvehikel,
  • technische Hilfe für Finanzintermediäre und Endkreditnehmer.

Unterstützt werden Finanzintermediäre wie:

  • Private-Equity-Fonds (einschließlich Risikokapitalfonds),
  • Mikrofinanzinstitute,
  • Mikrofinanzvehikel,
  • Banken und andere Finanzinstitute.

Andere innovative Instrumente kommen möglicherweise ebenfalls in Betracht.

Geografische Abdeckung

Algerien, Marokko, Tunesien, Ägypten, Jordanien, Libanon, Syrien* und Palästina.

* Nachdem die EU im November 2011 Sanktionen gegen Syrien verhängte, hat die EIB alle Auszahlungen und Verträge über technische Beratung für Projekte in dem Land ausgesetzt. Das wird auch für die Risikokapitalfazilität gelten.

Vorgehensweise

Die Bank der EU prüft die eingehenden Vorschläge interessierter Finanzintermediäre anhand professioneller Analyse- und Beurteilungsverfahren.

Vorschläge und Anfragen richten Sie bitte per E-Mail an info@eib.org.

Beteiligungskapital

Beteiligungen übernimmt die EIB in der Regel über Private-Equity-Fonds, die dann Eigenkapital für KMU bereitstellen.

Die Bank kann auch direkt in einheimische Unternehmen investieren. Dabei handelt es sich vor allem um kleinere Finanzinstitute (wie Leasing- und Versicherungsgesellschaften und andere Finanzdienstleister), die Kapital für ihre Wachstumsfinanzierung benötigen, aber aufgrund ihrer geringeren Größe nur begrenzt Mittel auf den Kapitalmärkten oder bei institutionellen Investoren aufnehmen können.



Mikrofinanz

Mikrofinanzierungen schaffen Arbeitsplätze. Deshalb hilft die EIB in den südlichen Nachbarländern vor allem Mikrofinanzinstituten, ihre Kunden leichter mit Kapital zu versorgen, damit diese wiederum neue Arbeitsplätze schaffen können.

Zwischengeschaltete Institute:

Die ausgewählten Finanzinstitute vergeben Kredite an Kleinst- und Kleinunternehmer sowie Personen mit geringem Einkommen. Zu den Intermediären gehören neue und etablierte Mikrofinanzinstitute, Kreditgenossenschaften und Genossenschaftsbanken sowie Banken, die verstärkt kleinere Unternehmen unterstützen wollen, aber auch andere Finanzinstitute wie Mikrofinanzfonds und Mikrofinanzgesellschaften.

Besonderes Augenmerk wird die EIB auf nichtstaatliche Organisationen (NGO) legen, die sich in erwerbswirtschaftliche Unternehmen umwandeln, sowie auf neue und etablierte Institute, die ihr Mikrokreditportfolio ausweiten wollen. Zudem kann die EIB den Mikrofinanzdienstleistern Mittel über Mikrofinanzvehikel zur Verfügung stellen.

Angebotene Instrumente:

Die EIB bietet:

  • langfristige Darlehen,
  • Eigenkapital- und eigenkapitalähnliche Finanzierungen,
  • Nachrangdarlehen und Garantien.

Die Instrumente werden auf die Bedürfnisse des jeweiligen Finanzinstituts und auf den einheimischen Markt zugeschnitten.



Technische Hilfe

Die technische Hilfe soll dafür sorgen, dass die Risikokapitalfinanzierungen eine möglichst große Wirkung entfalten. Hauptsächlich werden Programme zum Kompetenzaufbau der Intermediäre finanziert. Diese richten sich vor allem an Mikrofinanzinstitute sowie an aktuelle oder potenzielle Endkreditnehmer.

Die Programme werden in der Regel von einem Dienstleister durchgeführt, den die Bank auswählt und überwacht.

Die technische Hilfe wird in zwei Phasen erbracht. In der Anlaufphase analysiert der Dienstleister den Bedarf des betreffenden Finanzinstituts. Daran schließt sich die Umsetzungsphase an.





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